NUMERO UNO............................ist der 1. offizielle Fanclub von...........................Los Dos Y Companeros

 

 

Los Dos Y Compañeros
Eine Gemeinschaft von Verrückten


Sendung vom 26. Oktober 2011

Salsa aus Bayern? Das funktioniert prächtig: Los Dos Y Compañeros sind der Beweis. Die elf Musiker aus Amberg in der Oberpfalz sind nicht nur in Deutschland weithin bekannt, sondern auch international auf dem Vormarsch. Ihr Titel "Danzn" läuft im kubanischen Radio und als Sequenz in der Filmdoku "The World Wide Salsa Explosion" bald sogar weltweit.



Funkhaus Europa-Reporter Thomas Bachmann hat mit der Bühnenfigur "Coqui Alemán" gesprochen, der im bürgerlichen Leben Claus Mager heißt.


Wie unterscheidet ihr Euch von anderen Bands, insbesondere Salsabands?

Los Dos y Compañeros machen Salsamusik mit Oberpfälzer Texten. Jeder von uns hat auf der Bühne einen bestimmten Charakter. Ich bin z.b. der Kleinste in der Band, trete aber im Kampfanzug auf. Wir sind Salsarevolutionäre! Das ist auch so ein Comedy-Moment, dass der kleinste Brummkreisel auf der Bühne angezogen ist wie Rambo. Und wir sind auch alle geschminkt in irgendeiner Form. Es ist schon ein sehr lustiger Haufen. Das ist einfach eine Männergemeinschaft von elf Verrückten, sehr angenehmen Verrückten, die Salsamusik auf Bayrisch machen. Da musst du schon eine bestimmte Art Leute beieinander haben, dass das funktioniert. Und wir haben auch alles, von sehr ruhigen Typen bis zu sehr Flippigen. Die Kombination stimmt.


Ihr singt ja in Oberpfälzisch, einem bayerischen Dialekt. Verwirrt das nicht auch das Publikum in Zusammenhang mit der karibischen Musik?

Uns hat eine Venezuelanerin in der Pause mal gefragt, was für ein spanischer Dialekt das wäre, weil sie nicht alles verstanden hat. Es war aber komplett alles in Oberpfälzisch. Es klingt lautmalerisch sehr ähnlich wie spanische Phrasen, hat aber mit Spanisch wirklich nichts zu tun. Auf unserer Webseite steht ja auch: "Wanns des Bayrisch net versteht, machts nichts, ihr versteht ja auch kein Spanisch."


Wie seid ihr dazu gekommen, bayerische Salsamusik zu machen?

Don Macson, der die Idee dafür hatte, ist vor 15 Jahren mal nach Kuba gereist und fand die Insel toll. Und die Oberpfälzer sind sowieso relaxte Leute, die einfach ein natürliches kubanisches Inseltiming haben. Don Macson hat sich sofort zu Hause gefühlt in Kuba, und als er die Musik gehört hat, hat er gemeint, das hat eigentlich sehr viel mit Oberpfälzisch zu tun. Als er dann zu Hause war, gabs vom Bayerischen Rundfunk eine Ausschreibung, wo die bestimmte Themen rausgeben, die dann die Hörer vertonen können. Damals war es ein Fassbinder-Zitat: "Ich möchte Musik machen können". Da hatte Macson mit Don Michon, dem zweiten Frontsänger unserer Band, die Idee, dieses Zitat mit Salsamusik zu unterlegen und mit oberpfälzischem Text zu vertonen. Sie haben diesen Wettbewerb gewonnen und da haben sie sich gedacht: "Hey, da machen wir eine Band draus."


Inwiefern habt ihr Euch über die Jahre verändert?

Die Band hat natürlich zuerst versucht, diesen kubanischen Son-Sound so authentisch wie möglich zu kopieren, weil's für uns natürlich Neuland war. Aber wir haben uns jetzt bewiesen, dass das funktioniert und dass das auch Latinos akzeptieren. Aber wir haben alle auch unsere eigenen Einflüsse. Bei mir ist es Soul und Funkmusik, damit bin ich groß geworden, ein paar andere dann mit Rap-Sachen. Und das hat sich in unserer Musik jetzt auch irgendwie so festgesetzt.


Ihr seid mit elf Mann nicht gerade eine kleine Band. Wie fahrt ihr zu den Auftritten?

Wir haben uns einen richtigen Luxusbus geleistet. Wir haben einen schönen großen silbernen Sprinter mit zwölf Lautsprechern und Videobildschirm. Wenn wir unterwegs sind, schauen wir uns irgendwelche Salsakonzerte an. Wir haben auch viel Spaß im Bus. Die Scheiben sind alle verdunkelt. Wir sagen immer, was im Bus passiert, bleibt im Bus. Da wird dann auch getextet und über neue Lieder nachgedacht. Es wird natürlich auch Karten gespielt auf langen Strecken. Möge uns unser Bus möglichst lange erhalten bleiben.

vielen Dank an 
(Thomas Bachmann)

Funkaus Europa


Mitkämpfer für die gerechte Sache sind immer Willkommen

Nach oben