NUMERO UNO............................ist der 1. offizielle Fanclub von...........................Los Dos Y Companeros

 

 

DA HOSTAS - WOU HANNA DÖI - HEY ANNE - D´NACHBAN HAN NECHA

WOS IS DOU LOUS - DOU FROUGST DE OMA - OTTO BALLER

WEIBER - DA FRANZE - MEI MAMA

 

 

CD-Besprechung von Rob Lücking

 

Salsa auf Englisch, da sträuben sich bei den meisten die Haare, und das leider oft zurecht. Salsa auf Oberpfälzisch??? Bis vor kurzem wusste ich nur vage von der Existenz jener beruehmt-beruechtigten, zurückgezogen in den Wäldern Bayerns lebenden, hauptsächlich im Untergrund operierenden Salsa-Truppe, welche angeblich unantastbare Klassiker mundartlich verhonepipelte und auch sonst kein Blatt vor die dialektösen Münder nahm. Dank der Nachhilfe unseres Kollegen Manfred Standfuss aus dem nahegelegenen, wenngleich oberfränkischen (nicht oberpfälzischen, da liegen Welten dazwischen!) Bamberg konkretisierte sich besagtes Gerücht nun in Form eines mir vorliegenden, nicht mehr leugbaren Albums mit dem westafrikanisch klingenden Titel ¿Wou Hanna Döi? Wie? Was? Wo? Hannawald? Schispringen? Vierschanzentournee?

Skepsis? Haaresträuben? Kaltes Grausen? Dank Finnlands Salsamania und Salsa in Finnisch war ich ja schon irgendwie vorgewarnt, und das war gut so, denn auf das, was sich meinen Ohren darbieten sollte, war ich absolut nicht gefasst. Im positiven Sinne allerdings... Los Dos und ihre neun Compañeros haben's echt voll drauf! Und das meine ich zunächst mal rein musikalisch: die Truppe hat nicht nur die Essenz von Salsa und Son verinnerlicht, sondern kann instrumental-, improvisations- und gesangstechnisch absolut mit berühmten Vorbildern aus Kuba mithalten. ¿Wou Hanna Döi?, das ist freche kubanische Guaracha, astreiner Son Montuno, fetzige Salsa, bei der voll die Post abgeht! Der wirklich einzige Unterschied besteht darin, dass ich die Texte vom Buena Vista Social Club und Co. problemlos verstehe, während Los Dos Y Compañeros für mich ein Buch mit sieben (naja, vielleicht sechs...) Siegeln darstellen. Bin halt Schwabe, da kamma nix macha... und die Zeiten, zu denen ich mir literweise Heinz Schenk's Appelwoi literarisch reingezogen habe, sind längst vorbei. Aber der stammt ja auch nicht aus der Ober-, sondern aus der "echten" Pfalz! Un do schwedsadse ganz andersch...

Obwohl, beim Titelsong Wou Hanna Döi habe ich glaub' schon kapiert, worum's geht. Ist aber auch nicht so wichtig, denn gerade dieses Machwerk zieht einen binnen Millisekunden unweigerlich auf die Pista. Das gilt aber uneingeschränkt für alle Songs! Bei der ChaChaCha Wos Is Dou Los scheint es sich um eine Huldigung an den Stau zu handeln, oder die Schlange in der Bank, oder Leberkäs'..., oder liege ich da gänzlich falsch? Ansonsten wird natürlich auch ganz frech gecovert, und hier sollte man wirklich der Sprache mächtig sein, um Titel wie D Nachbarn San Necha (erinnert irgendwie an Tulas Zimmer, ihr wisst schon, das mit der Kerze, das dann plötzlich brannte...), Dou Frougst De Oma (Da Son Von Da Oma beziehungsweise Son De La Oma, äh... Loma...) und Mei Mam (es labambat so schön, wenn Mama kocht...) voll geniessen zu können.

Gibt's denn einen Langenscheidt Deutsch-Oberpfälzisch? Obwohl, mit Spanisch-Oberpfälzisch wäre mir ja auch schon geholfen... Englisch-Oberpfälzisch wäre auch nicht schlecht, dann könnten Los Dos Y Compañeros den angelsächsischen Markt in Angriff nehmen. Fatal Mambo haben das auch geschafft, trotz der sprachlichen Hürden. Und eins muss ich sagen: seit der verrückten Truppe aus Frooonkreich (die's ja leider nicht mehr gibt) habe ich mich nicht mehr so amüsiert wie mit ¿Wou Hanna Döi? Dank an Manfred für den Tipp und Glückwunsch an diese abgehobenen Ambergo-Kubanos! Macht weiter so, Jungs! Die fünf Congas habt ihr euch vollauf verdient! Und meine ohnehin schon gute Laune habt ihr nochmals exponentiell gesteigert...

Die CD ¿Wou Hanna Döi? und noch vieles mehr über die fantastischen elf selbsternannten Guerillos ("...wir kämpfen für die gerechte Sache. Die gerechte Sache heißt in diesem Fall: SALSA!!!...." Jawoll!) gibt's übrigens auf deren Website www.losdos-online.de. Dort findet ihr auch ein bisschen was über die lange und bergige Historie der Truppe, Audioclips aller Songs und... ja und... genau! Die Texte!!! Was gibt es besseres als mit Musik eine fremde Sprache zu erlernen? Also nix wie ausgedruckt, Kopfhörer auf und ran an den Oberpfälzer way-of-life!

 

 

SAKRADI - IS EH ASS - GSCHWISTA - KULA SACK -

JODELN KONNE AA - MEI MAMA - IS E AS

I MECHT MUSIK MACHA KENA - DÖI MARIE - MALETTA

HOWE NIAT GMERKT - DES SOCHE A - ODA SO - CUBANA -

WIEDA DES - SEA

DANZN - MAALAFF - GSCHWISTA - IS EH AS - SAKARADI

KULA SACK - WOU HANNA DÖI - JODLN KONE A - WISSN SOLLN

 

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CD Besprechung von Max Sievers
 
Es gibt Dinge, die lassen sich nicht verschieben. Essen bei Hunger, Trinken bei Durst, noch so einige andere Dinge des täglichen Lebens und eine CD-Besprechung, wenn einem durch eine neue CD die Laune von „na ja, geht so“ auf „ ha, wie geil is´ das denn, saukomisch“ hochgedreht wird. Nein, nicht die Neue von einem der abgelutschten Deutschkomödianten und auch kein Otto Waalkes Remix sondern eine Salsaproduktion. Und mit wesendlich mehr Witz, als die vorgenannten Kollegen.


Eine Salsa-CD mit deutschen , na ja, fast, mit bayerischen Texten. Für mich, als Nordlicht, ist das Hörerlebnis ähnlich, wie bei einer Produktion auf Spanisch. (deshalb die Übersetzung von Kula Sack unter dem Menüpunkt Videos(Hersbruck) - Anmerkung numero-uno).Man versteht höchstens die Hälfte (leicht geprahlt!) aber … die andere Hälfte, die, die man versteht, ist hier so witzig gemacht, dass ich jetzt sofort die Los Dos (unter Freunden darf man die Herren ja auch mit Vornamen ansprechen) vorstellen muss.

Los Dos y Companeros (wo findet man bloß diese kleine Welle, die auf das „n“ gehört? Darf man die evtl. durch ein „i“ oder „y“ ersetzen?) ist aber scheinbar nicht nur eine schnöde Band sondern ein Gesamtkunstwerk, entworfen und geführt vom bayovarischen Revolutionsbüro in Amberg. Ein Blick lohnt auch auf die Homepage und da wird schnell deutlich, dass sich die Jungs auch gern einmal selbst auf den Arm nehmen. Diese Präsentation ist genauso gelungen, wie die mittlerweile vierte Cd der Mundart-Salsanier.

Auf die musikalischen Höhenpunkte, die auf der CD durchaus vorhanden sind, will ich gar nicht weiter eingehen, da ich das Konzept eher in den Texten sehe. Das aber auch die musikalische Qualität nicht zu kurz kommt, lässt sich schon allein daran ablesen, dass Maestro Luis Frank Arenas mit seinen Welthit „A Buena Vista“ mit von der Party ist, natürlich etwas an die, den Voralpenländern ureigene Spielweise, angepasst. Eine wunderbare Interpretation und Arenas hatte bestimmt einen Heidenspaß in der Oberpfalz und hat sich auch schon live die Ehre gegeben.

Es ist nicht besonders schwierig sich vorzustellen, was passiert, wenn die Companeros (die Welle ist immer noch unauffindbar) die Bühne stürmen. Party bis die Sanitäter kommen. Für das Publikum muss es großartig sein: Party-Salsa und man kann alle Texte mitsingen. Zumindest die Hälfte, die man versteht. Aber im Osten Bayerns verstehen die Menschen ja vielleicht den einen oder anderen Brocken mehr?

Kurz um, Respekt, Hochachtung und Glückwunsch von dieser Stellen, eine sehr gelungene und runde Sache. Ihr seid echt kule Säcke.

 

05. Juni 2010  | Stephan Görisch

CD-Tipp: ,,¡Kula Sack!" von ,,Los Dos y Compañeros"

Die Bigband mischt die mitreißende Rhythmik der Karibik mit Bläserfeuerwerken und deftigem Humor an

 
 
Heckenschützen des bajuwarischen Humors
 
Los Dos y Compañeros

 

 

Salsa aus Deutschlands tiefem Süden - wer das für schlichtweg unglaublich hält, sollte sich die CD ,,Los Dos y Compañeros: ¡Kula Sack!" anhören (erschienen auf Connector Records). Unglaublich gut ist diese Band aus dem Raum Amberg/Oberpfalz, in der Tat! Die schmissigen lateinamerikanischen Rhythmen sind mit dialektalen Texten umgesetzt, mitunter wechseln Oberpfälzer Texte mit spanischen ,,pregones" (Zwischenrufe). Die kommen in perfekter Diktion und sorgen mitsamt den perfekt gespielten Blas- und Rhythmusinstrumenten für ein rundes exotisches Gesamtbild.

 

Der Song auf ,,?Oye como va?" wurde 1963 von Tito Puente geschrieben, 1970 wurde Carlos Santana damit hierzulande erstmals bekannt - und die Oberpfälzer Version ,,Jodeln kone a" zeigt, dass Vollblutmusiker keinerlei nationale Grenzen kennen (Freunde amerikanischer Rootsmusik kennen ohnehin den Blue Yodel als etablierte Country-Variante).

 

Diese Musik kommt bei aller Virtuosität mit viel Augenzwinkern und Selbstironie daher - so etwa karikieren die Sänger in der schwungvollen Tanz-Aufforderung ,,Danzn" die Zeile ,,Die Bänd spuit grod an Marsch" mit einem höhnische,,Täteräää" - obwohl man für den Einwurf gerade genug Bläser im Ensemble hätte. In der Coda vermittelt ein feuriges ,,Schauder'n oo, schauder 'n oo - oba steh'n kanner noo" einen plastischen Eindruck von Oberpfälzer Lebensfreude.

 

Selbst für Südhessen können die schmissig gesungenen Texte mitunter schwierig zu verstehen sein - obwohl die ja unweit der bayrischen Vorburg Mainfranken leben und nicht nur an kirchlichen Feiertagen mit Stadtbummlern aus dem Großraum AB und WÜ in Kontakt kommen. Man darf also froh sein, dass die Lyrics im CD-Beiheft abgedruckt sind, wobei das an sich im Schwedischen häufige Sonderzeichen ,,å" wie dort auch für eine eher dem ,,o" als dem ,,a" zuneigende Lautbildung steht. Freilich ist zum Verständnis von Versen wie ,,Wenn du weida so umadoust is eh aas" immer noch etliches Nachsinnen nötig (,,Wenn du es weiter so treibst, ist es zwischen uns beiden ohnehin aus").

 

Ebenso schmissig kommt ,,Gittz äitz äppa dou an Schöinan woi mi an nu?" (,,Sagt an, gibt es denn etwa allhier noch einen Schöneren als mich?"), in der Selbstdarstellung des ,,Kulen Sacks", des Titelhelden, zur Melodie von ,,Pata pata". Das war 1967 ein Hit für die (2008 verstorbene) Südafrikanerin Miriam Makeba, alias Mama Afrika. Man kann also diese neun Songs zum Anlass heiterer Party-Ratespiele oder zu endlosen dialektgeografischen Diskussionen hernehmen - oder einfach darauf abtanzen bis in den Morgengrauen. Die ausgefeilte Rhythmik und die Wucht der Bläser reißen einfach mit.

 

Mitunter sind die ,,Compañeros" auch außerhalb der weißblauen Grenzen zu hören: So am Samstag, 5. Juni, 20 Uhr bei den Kulturtagen in Wetzlar, am 6. August im Bad Homburger Kurpark, am 21. August in Rödermark auf dem Häfner Open. Salsafreunde, die Anreise zu dieser Band lohnt!

 

die neueste 

 

 

Offizieller Erscheinungstermin: 27. Januar 2012.

Unter www.losdos-online.de

schon ab Weihnachten 2011 zu haben!

Label: Timba; Verlag: Termidor

1. San mia Kubana (4:36)
2. Mia hom an Seier (3:47)
3. Vattadoch (3:12)
4. Nackada (3:18)
5. D’näxte Rund’n (3:10)
6. Zöich dei Gwand oh (3:39)
7. Luda (3:35)
8. Cuca Lambé (5:05)
9. Bum Schakalaka (4:10)
10. Los Dos y Compañeros (3:25)

 „Salsa Guerilleros“

psst....hier gibts ein paar Lieder zu hören

CD Besprechung von Jochen / Salsa Amt

 

Zwei Jahre nach ihrer letzten Produktion „Kula Sack“ präsentiert Los Dos Y Compañeros 2012 den neuen und somit fünften Longplayer „Salsa Guerilleros“.

Damit bieten die musikalischen Freiheitskämpfer der schlechten Laune erneut die Stirn. Die musikalischen Ansprüche der Band sind weiter gestiegen.

Und das hört man.

Der Sound reicht von uralten, gecoverten Son-Klassikern wie Chan Chan (bei Los Dos „Mia ham an Seier“) über handfeste Timba („Vattadoch“) bis hin zu modernen und eigenen Pop-Stücken wie „Nackada“. „Nackada“ ist bereits als Video auf YouTube erschienen und zusammen mit „Zöich dei Gwand oh“ 2011 erfolgreich als Single ausgekoppelt worden.

Neben einem Gemeinschaftsprojekt mit Deutschlands erfolgreichster Kinderband Donikkl („Bum Schakalaka“) ist auch wieder der kubanische Stargast Luis Frank Arias mit von der Partie. Die kubanisch-bayerische Kooperation ist in dieser Form einmalig. Er singt Stücke im Duett mit Don Michon, aber auch einen Titel solo und (ausnahmsweise) komplett aufSpanisch – „Cuca Lambe“. Alle anderen Songs sind bei Los Dos – wie gewohnt – in bayerischer Mundart.

„…und wenns des Bayrisch net verstehn?“
„Macht nix, Spanisch verstehns ja a net!”

Abgemischt wurde die Scheibe in den legendären Bauer Studios in Ludwigsburg. Hier waren bereits Größen wie Miles Davis oder Stevie Wonder zu Gange. Verantwortlich für den Ton ist kein geringerer als Johannes Wohlleben – der in Europa, den USA und auf Kuba als der Toningenieur gilt, wenn es um Latin-Produktionen geht.

Los Dos Y Compañeros schaffen mit „Salsa Guerilleros“ den Spagat zwischen authentisch lateinamerikanischer Musik gepaart mit bayerischen Texten, Charme und Humor. Das Ganze wird aufgemischt mit etwas Pop und Schlager und performed auf hohem, musikalischem Niveau. So spielen sich Los Dos Y Compañeros in die Herzen ihres Publikums.  

 

 

 


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